Entwicklung der Storchenpopulation im Breisgau

 

Anfang der 1980er Jahre waren die Weißstörche im Breisgau nahezu verschwunden.

Nur noch zwei Storchenpaare brüteten in der Region. Dass der Storch heute wieder selbstverständlich zum Landschaftsbild gehört, ist dem engagierten Einsatz vieler Einzelner zu verdanken. Mit großer Geduld und Leidenschaft halfen Storchenfreunde dabei, dem Weißstorch im Breisgau wieder eine Heimat zu geben.

Es wurden Nisthilfen gebaut und vielerorts Futterstellen eingerichtet.
So gelang es innerhalb von nur zehn Jahren, die Zahl der Brutpaare zu verdreifachen.
Doch der Weißstorch ist und bleibt ein Wildtier, das langfristig ohne menschliche Hilfe bestehen muss.
Deshalb wird seit einigen Jahren bewusst nicht mehr zugefüttert. In der Folge ging auch die Zahl der sogenannten Winterstörche – jener Störche, die den Winter nicht mehr im Süden verbringen – wieder zurück.

1995 wurde unter Mitwirkung unseres ersten Vorsitzenden, Gustav Bickel, der Verein Verein Weissstorch Breisgau e.V. gegründet Neben dem Schutz der Brutplätze kümmerte sich der Verein fortan auch um verletzte Tiere in seiner Auffangstation und wurde zu einer wichtigen Stütze des Storchenbestandes in der Region.

Doch selbst der Verein war im Jahr 2013 nahezu machtlos. Der kalte und verregnete Frühling wurde für viele Jungstörche zur Katastrophe. Nur etwa 44 Jungstörche überlebten die Brutsaison, teilweise starben rund 80 Prozent der Jungvögel an Kälte und Dauerregen.

Umso erfreulicher ist die Entwicklung der folgenden Jahre. Die Zahl der Brutpaare stieg kontinuierlich weiter an.
Aus den wenigen verbliebenen Paaren der frühen 1980er Jahre wurde wieder eine stabile und wachsende Population.
Im Jahr 2025 leben im Breisgau inzwischen wieder mehr als 270 Brutpaare – ein eindrucksvoller Erfolg für den Naturschutz und für alle, die sich über Jahrzehnte hinweg für den Weißstorch eingesetzt haben.