Müll als tödliche Falle für unsere Wildtiere

Als wir heute mit dem Hubsteiger zum Beringen des Storchennestes hochgefahren sind, haben wir, wie zuvor im Spektiv gesehen, mit zwei Jungstörchen gerechnet. Doch oben angekommen bot sich ein Anblick, der uns tief getroffen hat.
 
Zwischen den beiden kräftigen Jungstörchen lag ein drittes Küken, kaum halb so groß wie seine Geschwister. Es war mit Müll, der ins Nest eingetragen wurde, am Nestboden festgefangen. Das linke Bein war bereits verdreht, die Krallen verheddert und zwei abgestorben. Und es konnte schon länger kein Futter mehr erreichen. Eine Schnur hatte sich bei Befreiungsversuchen nun auch schon so tief in das Beinchen eingeschnitten, dass es blutete.
 
Zum Glück hatten wir dort in der Höhe ein Messer dabei und konnten das kleine Storchlein aus seiner Falle befreien. Es war klar, dass es das Nest niemals lebend hätte verlassen können. Also nahmen wir es mit nach unten, in der Hoffnung, ihm vielleicht doch noch helfen zu können.
 
Doch die Verletzungen waren bereits so schwer und weit fortgeschritten, dass der Tierarzt nur noch die Entscheidung treffen konnte, das kleine Storchenkind zu erlösen????. Zu gerne hätten wir es in unsere Auffangstation aufgenommen und ihm eine Chance gegeben.
Solche Momente tun weh und sie zeigen einmal mehr, wie gefährlich Müll in der Natur für Wildtiere werden kann.
 

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