Drei Jungstörche in Kirchzarten besendert!
MARS, SATURN und JUPITER sind bereit für die Forschung.
Gestern durften wir, Weißstorch Breisgau e.V., einen besonderen Moment auf dem Kirchturm in Kirchzarten erleben:
Wir haben unsere drei Jungstörche beringt, gewogen und vermessen. Zusätzlich erhielten sie Beinsender, die später wertvolle Daten über ihr Zugverhalten liefern werden. Noch sitzen sie sicher im Nest und werden erst in wenigen Wochen ihre ersten Flugversuche starten, aber für die wissenschaftliche Beobachtung ihres späteren Zugverhaltens ist nun alles vorbereitet.
Jeder der drei hat dabei einen Namen und eine Ringnummer erhalten:
Mars - DER ALH41, der Leichteste und Kleinste
Saturn - DER ALH42, der Mittlere mit mittleren Maßen
Jupiter- DER ALH43, der Größte und Schwerste
Die eingesetzten Beinsender werden vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie bereits seit 3 Jahren erfolgreich zur Erforschung des Zugverhaltens von Weißstörchen genutzt.
Die Sender wiegen nur wenige Gramm und werden locker wie ein Ring am Bein getragen. Dadurch können sich die Tiere frei bewegen und werden weder beim Laufen noch beim Fliegen beeinträchtigt.
Natürlich nehmen die Jungstörche wahr, dass sich etwas an ihrem Bein befindet, ähnlich wie wir bemerken, wenn wir einen Armreif tragen. Für die Jungstörche ist das Tragen eines Senders daher zunächst ungewohnt, doch in der Regel gewöhnen sie sich sehr schnell daran.
Die Beinsender sind seit mehreren Jahren im Einsatz und ihre Anwendung wurde vom Max-Planck-Institut umfassend untersucht. Im Vergleich zu den früher häufig verwendeten Rucksacksendern, die mit Bändern am Körper befestigt werden, gelten Beinsender als deutlich schonender.
Die Sender werden uns künftig spannende Einblicke geben: Wohin führt ihre erste große Reise? Welche Routen wählen sie? Wo rasten sie? Noch ist all das Zukunftsmusik. Doch die Grundlage für wertvolle Erkenntnisse ist gelegt.
Wir hoffen, dass die himmlischen Namen dem Trio viel Glück bescheren ![]()
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Gustav Bickel, Barbara Bickel, Gerhard Hinz und Isi