Aktuelles 2025

Unser einzigartiger Senderstorch FRANKIE ist leider bei Madrid verstorben!

Unser einzigartiger Senderstorch FRANKIE ist leider bei Madrid verstorben – höchstwahrscheinlich durch einen Stromtod. 
 
Unvergessen bleiben die bewegenden Momente, als er in einer warmen Sommernacht in sein Geburtsnest in Kirchzarten zurückkehrte – genau dorthin, wo er ein Jahr zuvor geschlüpft war. Unvergessen, wie er kurz darauf mit seinen Eltern Ulla und Edgar und seinen Geschwistern über die Felder zog.
 
Lange schien es, als würde Frankie wie seine Eltern den Winter in Kirchzarten verbringen. Doch die Sehnsucht nach dem Süden war stärker. Ob er im kommenden Jahr zu seinem Geburtsort zurückgekehrt wäre, um dort selbst eine Familie zu gründen, werden wir nun leider nie erfahren…
 
Wir sind – wie sein Pate Frank B. – unendlich traurig. Frankie hat unsere Herzen berührt und wird dort für immer weiterfliegen. 
 

1.+2. Bild:Küken unter der Wämelampe 3.Bild: Bald geht es los in die Freiheit! 4. Bild: Wieder frei! Nach dem ersten Flug gönnen sich die jungen Pflegestörche eine Pause beim Nachbarn- verdient! 5. Bild: das Team

Adventsgrüße vom Team Weißstorch Breisgau e.V.

 
Während die meisten unserer Störche im Süden überwintern, blicken wir zurück auf ein intensives Jahr:
 
???? 43 verletzte Jungstörche gepflegt
???? 1020 kg Futter an Pflegestörche verfüttert
???? 1 neues Auslasstor in Flugvoliere eingebaut
???? Tausende Ringnummern abgelesen
???? 270 Nester betreut
???? 161 Jungstörche beringt
???? 66 Nester gereinigt
???? 8 Nester errichtet
???? 4 Jungstörche besendert
???? 8 Senderbergungen in Afrika und Spanien begleitet
 
All das machen wir ehrenamtlich – mit Herz, Zeit und viel Engagement.
 
???? Herzlichen Dank an alle, die uns mit Spenden unterstützt haben!
 
???? Wer uns noch nicht kennt: Vielleicht ist jetzt der Moment, Teil unserer Mission zu werden.
 
???? das Foto zeigt, wer hinter dem Einsatz steht!
von links nach rechts: der Vorstand Martin Kury, Gustav Bickel, Barbara Bickel sowie unsere Vereinsmitglieder, nämlich Alexandra Keller, Monika Bury, Isi, Achim Zitzer, Heidi Hübner (es fehlen Martin Fischer, Gerhard Hinz, Christophe Beukenhorst und Martin Völkle)
 
Unser kleines Team wünscht eine friedvolle Adventszeit und freut sich über jeden, der unsere Arbeit teilt, unterstützt oder einfach ein Herz für Störche zeigt
 
???? Mehr Infos & Spenden:
Gerne stellen wir auf Wunsch eine Spendenbescheinigung aus.
 
 
 

Unser Senderstorch Smaragd ist heute zurück nach Europa gekommen!

Viele erinnern sich: Sein erster Flugversuch war von Pech begleitet. Am 9. Juli 2025 wurde Smaragd verletzt in unserer Auffangstation aufgenommen, am 10. August 2025 konnten wir ihn wieder in die Freiheit entlassen. Sein Instinkt führte ihn bis nach Afrika, nördlich von Kenitra.
 
Dann wurde es still um ihn: wochenlang kein Signal.
 
Doch gestern das große Glück: Smaragd wurde mal wieder geortet. Und heute hat er schon die Meerenge von Gibraltar überflogen und erreichte Spanien um 16:10 Uhr! 
Wir drücken ihm alle Daumen für eine sichere Weiterreise 
Flieg weiter, kleiner Storch – wir warten auf dich! 
 
 

Umbau unserer Flugvoliere in der Auffangstation Reute

Nach der Freilassung unserer diesjährigen Pflegestörche haben wir unsere Voliere weiter verbessert:
 
???? Neues Auslasstor - Tor zur Freiheit
An der aussichtsreichsten Stelle eröffnet das neue Tor den Störchen künftig einen direkten und stressfreien Weg in die Freiheit. Bei der letzten Freilassung konnte man beobachten, wie sich die Störche genau dort versammelten – mit dem besten Blick in die Ferne. Nun können unsere Pflegestörche von diesem Punkt aus starten, mit klarer Orientierung und einem natürlicheren Ablauf der Freilassung.
 
???? Ein riesiges Dankeschön an unsere Spender!
Dank eurer Unterstützung konnten wir dieses kostenintensive Herzensprojekt umsetzen.
 

Weißstorch-Betreuertreffen Baden-Württemberg in Freiburg-Opfingen

Alljährlich kommen die Storchenbetreuer Baden-Württembergs zum Austausch zusammen – und dieses Jahr gibt es erfreuliche Nachrichten:
Trotz Wetterkapriolen mit Trockenheit und später viel Regen war 2025 ein gutes Storchenjahr ????️. Der Bruterfolg lag sogar über dem Vorjahr!
 
Besonders bereichernd war der Beitrag von Dr. Wolfgang FiedlerMax-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, der lehrreiche und spannende Infos zur Vogelgrippe und zu Senderringen gab.
 
Weitere Themen der Tagung waren u.a.:
♻️ Müllproblematik
???? Abwurfstörche
???? Auswilderungen
???? Nisthilfen
 
Wir freuen uns über die positive Entwicklung und den engagierten Austausch – gemeinsam für den Schutz unserer Störche!
 

Nestumzug geglückt

Unser Storchenpaar hatte sich einen ganz besonderen Platz ausgesucht: direkt über dem Eingang der Vincentius-Kirche in Neuershausen. Für die beiden ein Logenplatz – für die Besucher eher ein Abenteuer.

Während die Störche nun auf Winterreise sind, wurde eine Nisthilfe angefertigt und drei Meter zurückversetzt auf dem Kirchendach montiert. So wartet im Frühjahr ein sicherer und ruhiger Platz auf ihre Rückkehr - bereit für den nächsten Nestbau.

Ein herzliches Dankeschön an die Pfarrgemeinde St. Vincentius Neuershausen für die freundliche und unkomplizierte Zusammenarbeit!

Die Nestreinigung hat begonnen!

Das Storchennest auf der Bergkirche in Freiburg-Opfingen wurde bereits ausgeräumt, von mehreren Kilogramm Altmaterial nebst Müll befreit und neu hergerichtet - der Auftakt unserer jährlichen Reinigungsaktion.
 
So bleiben die Nester leicht und sicher – zum Schutz des Kirchendachs, der Besucher und für einen besseren Regenwasserabfluss während der Brutsaison. Nach ihrer Rückkehr dürfen unsere Störche das Nest natürlich weiter ausbauen.
 
Wir freuen uns schon auf ihre Heimkehr und auf ein neues Kapitel im Storchenjahr!
 
 

Unser Senderstorch FRANKIE macht Schlagzeilen – Merci, Frankreich!

Es muss ein Gänsehautmoment gewesen sein, als Frankie in Corbas bei Lyon am 21.09.25 inmitten eines Trupps von 192 Störchen einen Zwischenstopp eingelegt hat. Autofahrer hielten spontan an, um dabei zu sein – Le Progrès berichtete heute darüber.
 
Frankie, der am 26. April 2024 in Kirchzarten geschlüpft ist, sorgt mit seiner Reise für echte Gänsehaut und berührt die Herzen.
 
Ein großes Dankeschön an Michèle Jaquier für ihren schönen Bericht – wir freuen uns riesig über die Aufmerksamkeit, die Frankie in Frankreich bekommt!

SENDERSTORCH RUBIN - Flug in die Ewigkeit

Am 5. Juli wurde Rubin nach einem Flugunfall verletzt in unsere Auffangstation aufgenommen. Mit viel Fürsorge und Geduld durfte er sich erholen – und am 10. August war es endlich so weit: Wir ließen ihn in die Freiheit zurück.

Nur 13 Tage war Rubin in Freiheit – davon 9 Tage auf Reisen.
Und nun setzte ein Stromschlag der Reise am 23. August bei Lleida/Spanien ein Ende.

Lieber Rubin, erobere nun den Himmel!
Dort oben kannst du gefahrlos fliegen!

 

Frankie weilt immer noch in seiner Heimat Kirchzarten

Unser im vergangenen Jahr besenderter Jungstorch Frankie lässt es sich in seiner Heimat Kirchzarten gutgehen!

Auf den Feldern findet er reichlich Nahrung und heute haben wir ihn dort inmitten von rund 30 anderen Störchen angetroffen – darunter auch seine Eltern Ulla und Edgar. Vermutlich handelt es sich bei dieser Gruppe fast ausnahmslos um unsere Brutstörche neben einigen Youngsters, die den Sommer bei uns verbracht haben.

Bereits am frühen Abend hat Frankie seinen Schlafplatz auf dem Schlauchturm des Feuerwehrhauses aufgesucht und genoss dort die letzten Sonnenstrahlen. Kurz darauf gesellte sich ein weiterer Storch zu ihm. Leider war dieser unberingt.

Warum Frankie nun seinen früheren Schlafplatz im „Wäldle“ in Stegen aufgegeben hat, bleibt sein Geheimnis. Dort nächtigen immerhin noch etwa zehn seiner Artgenossen.

 

BRILLIANT hat nach einer 11-tägigen Reise Afrika erreicht


Es klingt wie ein Märchen:

Am 11.05.25 wurde in unserer Auffangstation ein kleines Küken aufgenommen - zerbrechlich und voller Hoffnung. Unter der Wärmelampe haben wir es gewärmt und alle paar Stunden mit Würmchen gefüttert.

Am 10.08. wurde Brilliant schließlich in die Freiheit entlassen. Nur 15 Tage nachdem Brilliant zum ersten Mal selbständig einen Regenwurm gefunden und seinen ersten Flügelschlag in Freiheit gewagt hat, ist er nun -nach einer elftägigen Reise - in Afrika angekommen.

Wir wünschen Brilliant für seine weitere Reise alles Gute!

Dies ist aber auch ein Moment, um Danke zu sagen! Danke an alle unsere Spender und Paten, die durch ihre Unterstützung unsere Arbeit erst möglich machen. Allein ein Jungstorch benötigt täglich bis zu 500 g Nahrung. Wir haben in dieser Saison 43 Jungstörche versorgen müssen, wovon einige, wie Brilliant, bei uns 3 Monate waren.

 

Quelle Graphik: MPI Verhaltensbiologie www.movebank.org

43 Jungstörche aus der Storchenstation in Unterreute fliegen in die Freiheit

Die Jungstörche sind am vergangenen Sonntag aus der Storchenstation in Unterreute auf ihren ersten Flug gestartet. Im Gegensatz zu früheren Jahren starteten alle Tiere in Rekordzeit.

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Freilassung von 43 Jungvögeln in unserer Auffangstation Reute

43 Jungstörche haben in diesem Jahr in unsere vereinseigenen Voliere Zuflucht gefunden.
 
Besonders ans Herz gewachsen ist uns der längste Bewohner: Schon am 11. Mai 2025 kam er als winziges Küken zu uns, nachdem ihn seine Eltern aus dem Nest geworfen hatten. Mit viel Fürsorge, Wärme und liebevoller Fütterung -zunächst noch mit Würmern- haben wir ihn großgezogen. Heute trägt er stolz den Namen „Brilliant“ und gehört zu den vier Edelsteinen, die wir kürzlich mit einem Beinsender ausgestattet haben.
 
Ein besonders bewegendes Schicksal erlebte ein Geschwistertrio: Nachdem sie ihren Vater verloren hatten, war die Storchenmutter durch ständige Nestangriffe daran gehindert, auf Futtersuche zu gehen. Auch diese drei fanden bei uns Zuflucht. Die meisten unserer Schützlinge waren jedoch Bruchpiloten, die in unserer Voliere in der Zwischenzeit das Fliegen lernen konnten. Nun haben wir allen die Tür in die Freiheit geöffnet: Ein Moment, der uns sehr berührt hat!
 
Es war uns eine große Freude, diesen besonderen Tag gemeinsam mit Herrn Dr. Wolfgang Fiedler von der Vogelwarte Radolfzell und Frau Ute Reinhard, ehemalige Koordinatorin des Weißstorchschutzes in Baden-Württemberg, zu erleben.
 
Wir wünschen all unseren Jungstörchen von Herzen alles Gute für ihre Reise und hoffen, sie eines Tages wiederzusehen.
 

 

Störche aufpäppeln: Wie ein Tierschützer die großen Vögel in seinem Garten für den Flug in den Süden vorbereitet

Martin Kury kümmert sich um Jungstörche, die es nicht mehr zurück ins Nest geschafft haben oder verlassen wurden.
Bald ist der schönste Moment im Storchen-Jahr gekommen: Die Tiere werden wieder in die Freiheit entlassen.

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Beinsender für SAPHIR, SMARAGD, RUBIN und BRILLIANT

Beinsender für SAPHIR, SMARAGD, RUBIN und BRILLIANT

Unsere vier Jungstörche – Saphir, Smaragd, Rubin und Brilliant – hatten keinen einfachen Start ins Leben. Sie konnten leider nicht in ihren Nestern aufwachsen, doch das Schicksal meinte es gut mit ihnen: In unserer vereinseigenen Auffangstation in Reute fanden sie Hilfe und Fürsorge.
Nun durften wir jedem der Jungstörche einen kleinen, leichten Beinsender anlegen. Diese Sender erfassen spannende Daten über ihr Zugverhalten und ermöglichen es uns – gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell – besser zu verstehen, wie sich ihr Handicap auf ihre Wanderungen auswirkt.
Schon bald werden wir die Voliere öffnen und unsere Pfleglinge in die Freiheit entlassen. Über den Animal-Tracker können wir ihre abenteuerliche Reise unter ihren Namen weiterverfolgen.
Wir wünschen unseren tapferen Juwelen von Herzen alles Gute und hoffen, dass sie allen Gefahren auf ihrer Reise sicher entkommen.

Beringung von 44 Jungstörchen am 6. Juni auf dem Mundenhof.

 
Vergangener Freitag war ein besonderer Tag: dort haben wir nämlich die alljährliche Beringung der Jungstörche auf dem Mundenhof durchgeführt. Während zwei Nester ohne Brut blieben und in zwei weiteren die Kleinen noch etwas wachsen müssen, konnten wir in 20 Nestern insgesamt 44 Küken beringen. Ein großartiges Ergebnis, vor allem angesichts der Unwetter, die andernorts für Schwierigkeiten sorgten.
Wir wünschen unseren jungen Störchen nun alles Gute für ihre ersten Flugversuche und hoffen, sie eines Tages auf ihren weiteren Lebenswegen gesund und munter wiederzusehen.
Ein besonderer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Rieselfeld, die uns bei dieser luftigen Aufgabe tatkräftig zur Seite stand.

 

Unter folgendem Link finden Sie ein Video:   zum Video

 

In Baden-Württemberg nisten so viele Störche wie selten

Es klappert ordentlich in Südbaden: Die Störche sind wieder da. Auf Schornsteinen, Kirchtürmen und in hohen Bäumen brüten so viele Paare wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr.

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Aufnahme in unsere Auffangstation in Reute

Diese beiden Küken hatten großes Glück:
 
Sie überlebten den Abwurf aus ihrem Nest und werden nun in unserer Voliere per Hand aufgezogen.
Doch auch für uns sind die Bilder der letzten Tage schwer zu ertragen.
Wir betreuen über 250 Nester im Breisgau, und dennoch berührt uns das alljährliche Aussortieren der Küken immer wieder aufs Neue.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat sich das Nahrungsangebot verschlechtert: Regenwürmer, die essentielle Nahrung für Küken darstellen, sind für die Altstörche schwerer zu finden. Und so folgen die Altstörche den Gesetzen der Natur, indem sie das schwächste Küken aus dem Nest werfen, um das Überleben der stärkeren Nachkommen zu sichern.
 

Nach Brand auf dem Storchennest in Eichstetten: Stromversorger arbeitet an Schutzkonzept

Riskante Brutstätten: Ein Storchennest auf einem Strommast in Eichstetten hat gebrannt. Was ist passiert? Der Energieversorger EnBW arbeitet an neuen Schutzstandards.

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die letzten Ortungen von Leonardo, Margherita und Britta aus Opfingen

Die Reise der Senderstörche aus Kirchzarten und Opfingen

Im vergangenen Jahr haben wir eine spannende Möglichkeit erhalten, die Jungstörche aus den von uns betreuten Nestern in Freiburg-Opfingen und Kirchzarten auf ihrer ersten großen Reise in den Süden zu begleiten. Dank der GPS-Sender, die vom Max-Planck-Institut zu Forschungszwecken angebracht wurden, konnten wir hautnah miterleben, wie sich die jungen Abenteurer auf den Weg machten.

Besonders faszinierend war das Trio aus dem Nest der St. Galluskirche in Kirchzarten: GABO, MAXI und FRANKIE brachen gemeinsam auf – ein außergewöhnlicher Start! Doch schon bald trennte sich der Jüngste, Gabo, von der Gruppe und überraschte uns mit seiner Schnelligkeit. In nur zehn Tagen erreichte er Afrika und verbrachte den Winter in Niger und Burkina Faso. Auf seiner Rückreise wählte er eine unerwartete, ungewöhnliche Route durch die Zentralsahara – ein echter Pionier! Denn diese Route wird sonst nur von Störchen der tunesischen Population gewählt! Doch es scheint, als wolle Gabo in diesem Jahr noch nicht nach Europa zurückkehren.

Sein Bruder Frankie befindet sich bereits in Südspanien. Er zeigt jedoch ebenfalls keine starken Anzeichen einer baldigen Rückkehr in den Breisgau. Leider mussten wir uns von Maxi verabschieden, die nur wenige Wochen nach Reisebeginn in Spanien verstarb. Die Todesursache bleibt unklar, doch es ist möglich, dass ein Greifvogel sie attackierte.

Die Jungstörche aus Opfingen hatten es besonders schwer: Alle drei verloren ihr Leben auf ihrer Reise. BRITTA erlitt in Nordspanien einen Stromschlag, LEONARDO fand in Marokko den Stromtod, und von MARGHERITA fehlt seit Monaten jede Spur. Diese Verluste sind schmerzlich, doch sie zeigen auch, wie gefährlich und unberechenbar das Leben für junge Störche ist.

Von den sechs jungen Störchen haben nur Gabo und Frankie überlebt – eine traurige Bilanz. Doch die von ihnen hinterlassenen Daten sind ein wertvolles Vermächtnis!

Gabo und Frankie wünschen wir alles erdenklich Gute für ihre weiteren Erkundungstouren!

Die Störche sind zurück

Ein untrügliches Zeichen für den nahenden Frühlingsanfang ist die Rückkehr der Störche aus ihren Winterquartieren. Gleich ob sie aus südlichen Gefilden anreisen oder den Winter auf den Wiesen in der Region verbracht haben, spätestens im Februar sieht man sie nach und nach zu ihren angestammten Nestern zurückkehren oder neue Nester bauen.

Die Dannemann-Störche

In Littenweiler befindet sich seit 2021 ein Storchennest in der Dannemannstraße. Vor neugierigen Blicken gut geschützt, nistet dort ein Storchenpaar auf einer Tanne mitten im Garten eines Wohnhauses. In der vergangenen Brutsaison verlor das Storchenpaar, wie viele Storchenpaare in Südbaden, aufgrund der feuchten und kalten Witterung im Frühsommer seine Jungen.

Doch nun sind sie zurück und können auf bessere Wetterbedingungen für die Aufzucht der Jungen hoffen. Eine Station tiefer befinde sich ein Reihernest, weiß ein Nachbar zu berichten.

In guter Gesellschaft

Es kommt gar nicht selten vor, dass Störche in Gesellschaft anderer Storchenpaare oder eben auch Reihern brüten. Störche

seien ursprünglich Kolonienbrüter, sagt Gerhard Hinz, ehrenamtlicher Storchenberater vom Verein Weißstorch Breisgau. Der

Verein betreut insgesamt 222 Storchennester in 61 Ortschaften. Hinz ist für die Storchennester im Dreisamtal, von Littenweiler und Ebnet bis Kirchzarten und Stegen zuständig. Regelmäßig fährt er zu den Nestern und beobachtet die Störche vom Boden aus mit Fernglas und Spektiv. Viele Störche tragen markierte Beinringe von der Vogelwarte Radolfzell und können somit einem Geburtsort und –jahr zugeordnet werden. Einer der Dannemann-Störche, ob Männchen oder Weibchen kann Hinz nicht erkennen, wurde 2019 in Reute geboren. Der Partner- Storch kam 2018 in einem Nest in Betzenhausen auf die Welt. Vor zwei Jahren sei das Nest auf der Tanne in der Dannemannstraße sogar abgestürzt, sagt Hinz. Doch schon im nächsten Frühjahr gingen die Störche an den Neubau ihres Nests. „Störche sind ihrem Nest treu“, sagt Hinz. Wenn ihnen einmal ein Platz als Nistplatz zusagt, kehren sie im folgenden Jahr dorthin zurück.

Die Ebneter Storchen-Kolonien

Nicht weit von der Dannemannstraße entfernt befindet sich in Ebnet eine kleine Storchenkolonie. Was vor etlichen Jahren mit einem einzigen Storchennest auf einer Fichte im Schlosspark begann, ist mittlerweile auf Nachahmer gestoßen. Vor zwei Jahren baute ein weiteres Storchenpaar auf einem Walnußbaum im Schlosspark. Als Hinz vor wenigen Tagen auf Storchennestkontrolle in den Freiburger Osten fuhr, konnte er vier Storchennester im Schlosspark von Ebnet zählen. Nicht nur die zwei bekannten Nester, sondern auch zwei weitere, eines auf einer Douglasie, das andere auf einem Baumstumpf, entdeckte Hinz. Doch nicht nur der Schlosspark, sondern in direkter Nachbarschaft, nahe der Dreisamhalle und der Feyel-Schule in Ebnet, entwickelt sich ein „Storchenhotspot“. Im vergangenen Jahr gab es dort erstmals ein Storchennest, nun seien es drei, auf zwei Eichen verteilt, berichtet Hinz.

Anfang April beginnt in der Regel die Brutzeit der Störche, die meist zwischen zwei und fünf Eiern legen. Einen guten Monat später werden die Jungstörche schlüpfen.

Heike Schwende, Littenweiler Dorfblatt

Storchennester von Endinger Kirchturm entfernt – obwohl die Störche schon Eier ausbrüten

Die Storchennester auf dem Turm der Endinger Peterskirche sind abgeräumt – und mit ihnen drei Storcheneier. Jetzt muss eine dauerhafte Abwehrlösung gegen Nestbauversuche her.

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Storchennester kommen weg – Behörde genehmigt Eingriff trotz Brut

Auf dem Turm der Endinger Peterskirche brüten zwei Storchenpaare. Am Dienstag sollen ihre Nester abgeräumt werden – mit behördlicher Ausnahmegenehmigung.

Ein Storch am Montagmittag im Anflug a...egenehmigung des Regierungspräsidiums.  | Foto: Martin Wendel

Ein Storch am Montagmittag im Anflug auf das Nest mit dem brütenden Partner im Nest. Am Dienstag werden die Nester am Turm entfernt – mit Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums. Foto: Martin Wendel

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Storchennester am Endinger Kirchturm - Gefährliche Wohnungen mit toller Aussicht

Kirchen sind beliebt bei Störchen. Neben dem Hotspot St. Martinskirche in Riegel bekommt die Katholische Kirche jetzt auch an der Endinger Peterskirche zunehmend Probleme mit der Standortwahl der Vögel.

Störche an drei Ecken des Turms der Endinger Peterskirche  | Foto: Martin Wendel

Störche an drei Ecken des Turms der Endinger Peterskirche Foto: Martin Wendel

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Auf Merdingens Dächern brüten immer mehr Störche - doch nicht überall sind sie willkommen

Merdingen wird für brütende Storchenpaare immer beliebter. Das sorgt auch immer wieder für Konflikte. Dem Schutz der Tiere stehen Bedenken über die Sicherheit der Bewohner gegenüber.

Fünf Storchennester sind mit Brutpaare...belegt. Hier: das Nest auf dem Rathaus  | Foto: Mario Schöneberg
Fünf Storchennester sind mit Brutpaaren im Ortskern von Merdingen voll belegt. Hier: das Nest auf dem Rathaus.
Foto: Mario Schöneberg

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In Kirchzarten sollen im Gebäude der Firma Halstrup-Walcher bald Vögel nisten

Das Kirchzartener Unternehmen Halstrup-Walcher richtet an seinem Neubau Nisthilfen für verschiedene Vögel und Fledermäuse ein. Neben Mauerseglern und Singvögeln könnte dort auch bald ein Storchenpaar brüten.

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Am Stegener Fußballplatz nistet ein Storchenpaar – und muss nun umziehen

Ausgerechnet auf einem Flutlichtmast am Kunstrasenplatz des FSV Rot-Weiß Stegen baut ein Storchenpaar sein Nest. Die Brut hat aber noch nicht begonnen. Deshalb hat ihnen der Verein nun ein Ersatznest eingerichtet.

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Fotos dokumentieren, dass der seltene Schwarzstorch im Breisgau unterwegs ist – und sich auf dem Gottenheimer Kirchturm wohlfühlt

Im Breisgau ist ein Schwarzstorch unterwegs. Eine BZ-Leserin hat seinen Besuch in Umkirch dokumentiert. Und die Storchenkamera in Gottenheim zeigt, dass er sich auch auf dem Kirchturm wohlfühlt.

BZ-Leserin Monika Zimmermann-Meier ist in Umkirch ein Schwarzstroch begegnet.  | Foto: Monika Zimmermann-Meier

BZ-Leserin Monika Zimmermann-Meier ist in Umkirch ein Schwarzstroch begegnet. Foto: Monika Zimmermann-Meier 

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Die ersten Störche trudeln in Baden-Württemberg ein

Ein Storch ist bei Riedlingen gelandet.  | Foto: Thomas Warnack (dpa)

Ein Storch ist bei Riedlingen gelandet. Foto: Thomas Warnack (dpa)

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Weißstörche hatten es 2024 schwer

Viele Jungtiere starben bei Nässe und Kälte – Um den Bestand muss man sich dennoch keine Sorgen machen Dreisamtal (hs.) Gerhard Hinz (67) war früher Teamleiter in Reisezentren der Deutschen Bahn und betreut seit vier Jahren ehrenamtlich für den Verein Weißstorch e.V. die Storchennester im Dreisamtal. Er übernimmt die Beringung der Jungstörche und berät bei Bedarf auch rund um das Thema Storchennest.

Herr Hinz, wie war das Storchenjahr 2024?

Wir hatten im Dreisamtal 2024 mit 19 Nestern vier Nester mehr als im Jahr zuvor. Das Futterangebot war für die Störche aufgrund der vielen Niederschläge hervorragend. Aber genau in diesen Niederschlägen und Kälteeinbrüchen Anfang Mai lag der Grund, dass zahlreiche junge Störche das Frühjahr 2024 nicht
überlebt haben. Immerhin konnten nach den kritischen Maitagen noch 25 Jungtiere zwischen Littenweiler und Oberbirken gezählt werden. Neben dem Verlust einzelner Tiere einer Brut gab es leider auch komplette Verluste wie in der Dannemannstraße in Littenweiler, in Zarten auf dem Dach des Gasthaus Bären und in Stegen auf der Tanne am Kreisverkehr.
Die erfolgreichsten Störche waren die Paare auf einer Fichte imSchlosspark in Ebnet, auf dem Gelände der Firma Wandres in Stegen sowie auf der St. Gallus Kirche in Kirchzarten mit jeweils drei Nachwuchsstörchen, die flügge wurden.

Muss man sich nach den Ausfällen im Jahr 2024 Sorgen um den
Storchenbestand machen?

Um den Bestand der Art müssen wir uns keine Sorge machen. Seit 2018 hat sich die Population beispielsweise im
Großraum Freiburg zwischen Müllheim und Lahr sowie zwischen Breisach und Kirchzarten mehr als verdoppelt. In dieser Region besiedeln jeden Sommer rund 500 Störche 250 Nester.

Gibt es mancherorts auch Probleme mit den Storchennestern?

Nicht immer ist der von den Störchen gewählte Platz unproblematisch. InStegen hatte sich ein Storchenpaar den übergroßen Flutlichtscheinwerfer vom Kleinfeld-Kickplatz des Sportvereins zum Nestbau ausgeschaut. Das Nest wurde in Absprache mit dem Verein Weißstorch e.V. noch vor Ostern abgebaut. Über die Ostertage hatten die beiden Störche aber eifrig neu gebaut und waren kurz darauf schon am Brüten. Damit gab es aufgrund der naturschutzrechtlichen Vorgaben
keine Chance mehr, das Nest vor dem Herbst erneut abzubauen. Wenigstens stellt sich mit einem Jungen ein Bruterfolg ein, bevor das Nest im Spätjahr abgeräumt und der Scheinwerfer gegen einen neuen Nestbau gesichert wurde.

Sie kümmern sich auch um die Beringung der Jungstörche.
Welche Störche werden beringt? Im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell beringen wir Jungstörche auf Nestern, die wir gut erreichen können. Mittels der Ringe können die Tiere identifiziert werden und so ihr Zugverhalten verfolgt werden. Im Dreisamtal haben wir 2024 mit Hilfe der Firma Wandres und mit Helfern bei Feuerwehr und EWK mit Hebebühnen oder Feuerwehrleitern die Nester bei Wandres in Stegen und in Zarten bei der Gärtnerei erreichen können und haben die Jungtiere beringt. Die drei Jungstörche auf der St. Gallus-Kirche in Kirchzarten, Maxi, Gabo und Frankie, wurden im Zuge der Beringung für wissenschaftliche Zwecke erstmalig zusätzlich mit Minisendern versehen. Über die kostenlose App Animal Tracker des Max-Planck-Instituts können Interessierte den Weg der Kirchzartener Störche verfolgen.

Was weiß man über den Verbleib dieser drei Jungstörche aus
Kirchzarten?

Alle drei haben sich Anfang August auf die Reise nach Süden gemacht. Maxis Sender hat leider schon im September in
Spanien, in der Nähe von Gibraltar, keine Bewegungen mehr gemeldet, was ziemlich sicher bedeutet, dass sie nicht mehr lebt. Die Sender ihrer beiden Brüder senden Signale aus Afrika. Danach befindet sich Gabo derzeit in Mali und Frankie in Marokko. In Kürze dürften sie den rund 3.000 bis 4.000 Kilometer langen Rückflug nach Deutschland antreten.

Werden die Jungstörche wieder an ihren Geburtsort, sprich ins
Dreisamtal, zurückkehren?

Es lässt sich nicht vorhersagen, wo sich die Störche ansiedeln werden. Edgar und Ulla, das Storchenpaar auf dem
Kirchturm in Kirchzarten, sind beispielsweise in Buggingen und Denzlingen geboren. Die Jungstörche, die ins Dreisamtal kommen, müssen ein neues Nest bauen oder ein noch nicht besetztes Nest erobern. Wir dürfen gespannt sein, an welchen neuen Stellen die Störche in diesem Frühjahr wieder bauen werden.


Das Gespräch führte Heike Schwende

Überraschung in Grunern: Störchin Barbara ist schon aus dem Süden zurück

Manch einer in Grunern wird sich an Weihnachten überrascht die Augen gerieben haben: Da saß ein Storch im Horst auf der Alten Schule. Störchin Barbara ist viel zu früh aus dem Winterurlaub zurückgekehrt.

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