Der Verein

Der Bestand der in Stadt und Land so beliebten Weißstörche nahm, hervorgerufen durch die Umwandlung der bäuerlichen Landwirtschaft in den 60er und 70er Jahren dramatisch ab.

Ursache war die massive Trockenlegung ganzer Landstriche und die Bevorzugung des Maisanbaus und damit die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes der Störche.

1995 hatten sich viele engagierte Bürger im Breisgau zusammengetan, um das Aussterben der beliebten Vögel aufzuhalten. Es wurde der Verein SOS-Weißstorch-Breisgau gegründet. Das SOS (auch save our storks) sollte als Hilferuf verstanden werden.

In den letzten Jahren konnte mit Hilfe sehr vieler Ehrenamtlicher in den Gemeinden des Breisgaus eine stabile Population aufgebaut werden. Die jetzige Anzahl der Jungstörche ist so überzeugend, dass der Verein in dem Jahr 2013 in

“Weissstorch-Breisgau e.V.”

umbenannt wurde.

Der Weißstorch muss nicht mehr gerettet werden, er ist gerettet.

Hierzu einige Zahlen aus Baden-Württemberg:
Vom Beginn der 50er Jahre ging der Bestand kontinuierlich zurück bis Mitte der 70er Jahre auf nur noch 15 Paare im ganzen Land. Im Jahr 2002 war dann mit rund 200 Brutpaaren wieder der alte Stand aus den 50er Jahren erreicht. Aber die Entwicklung ging noch eindrucksvoll weiter, so dass man heute stolz sein kann auf eine Zunahme der Brutpaare auf mehr als 600. Das ist im Vergleich zu dem Beginn der Zählung eine Steigerung um das Dreifache.

Vergessen wir als Ausgangspunkt mit nur noch 15 Brutpaaren nicht die Zahl aus dem Jahr 1975, sie hat sich bei über 600 aktiven Paaren im Jahr 2012 um sage und schreibe das Vierzigfache vergrößert.

Diese Zahlen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vereinsarbeit.

Korrespondierend zu dieser Entwicklung verlief die Zunahme der Jungstörche. Allein Im Jahr 2012 wurden in Baden-Württemberg 1426 Junge geboren. Dies entspricht gegenüber 2011 einer Steigerung ca. 35 %. Jedes Brutpaar zog im Durchschnitt 2,3 Junge groß.

Im Bereich unseres Vereins gibt es 93 Horste, 15 mehr als im Vorjahr und 30 mehr als 2010. Allein im Breisgau gab es 172 Jungvögel.

Alle Helfer können also stolz auf einen Erfolg auf breiter Front sein, sowohl im Ländle als auch im Bereich Breisgau. Durch vielfältige Maßnahmen werden die Lebensräume verbessert. Wir achten darauf, dass Landbesitzer und auch die Gemeinden die Naturschutzgesetze beachten.

Zeitweilig war eine gewisse Zufütterung durchaus gegeben, um die Population zu stärken. Sie ist aber inzwischen deutlich reduziert und zum Teil ganz aufgegeben worden.

Der Schwerpunkt unseres Vereins liegt jetzt in der Verbesserung der ökologischen Maßnahmen, um das Nahrungsangebot für die Störche zu sichern und zu verbessern.

Der Storch ist der Vorzeigevogel für eine naturnahe Landschaft.

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